Mietwagen in Europa ohne böse Überraschungen
Ein besonders günstiger Tagespreis bedeutet nicht automatisch, dass der Mietwagen am Ende preiswert ist.
Kreditkarte, Alter des Fahrers, Kaution, Selbstbeteiligung, Versicherung, Führerschein und die Erlaubnis für Fahrten über Landesgrenzen können den Endpreis erheblich verändern. Unter Umständen kann die Fahrzeugübernahme sogar verweigert werden.
Vergleichsportale wie DiscoverCars, Booking.com oder Rentalcars.com erleichtern die Suche nach Preisen und Anbietern. In der Regel handelt es sich jedoch um Vermittler. Entscheidend sind letztlich die Bedingungen des Unternehmens, das das Fahrzeug tatsächlich übergibt.
Wer ein gutes Angebot gefunden hat, sollte deshalb zusätzlich die Website des jeweiligen Vermieters prüfen.
Führerschein und Mindestalter
Für Führerscheine aus Ländern außerhalb der Europäischen Union gibt es keine einheitliche Regelung, die in ganz Europa gleichermaßen gilt.
Reisende sollten vor der Abfahrt deshalb die Vorschriften des Mietlandes und aller Länder prüfen, durch die sie fahren möchten.
Je nach Reiseziel kann es sinnvoll beziehungsweise erforderlich sein, neben dem gültigen nationalen Führerschein auch einen internationalen Führerschein und den Reisepass mitzuführen.
Auch das Alter kann den Preis beeinflussen. Fahrer unter 25 Jahren müssen häufig einen Jungfahrerzuschlag zahlen. Bei SUVs, Sportwagen und Premiumfahrzeugen gelten zudem oft zusätzliche Altersbeschränkungen.
Ohne passende Kreditkarte gibt es möglicherweise kein Auto
Probleme entstehen häufig erst bei der Abholung.
Selbst wenn die Buchung online mit einer Debitkarte, einem digitalen Wallet oder der Karte einer anderen Person bezahlt wurde, kann der Vermieter eine physische Kreditkarte auf den Namen des Hauptfahrers verlangen.
Die Karte muss außerdem über einen ausreichenden Verfügungsrahmen für die Kaution verfügen.
Virtuelle Karten oder Kreditkarten von Mitreisenden werden unter Umständen nicht akzeptiert.
Wichtig ist auch der Unterschied zwischen Kaution und Selbstbeteiligung. Die Kaution wird vorübergehend auf der Kreditkarte blockiert. Die Selbstbeteiligung beschreibt den Betrag, den der Mieter bei bestimmten Schäden gegebenenfalls selbst tragen muss.
Ein Angebot für 25 Euro pro Tag wirkt deutlich weniger attraktiv, wenn dafür beispielsweise 2.000 Euro Kaution erforderlich sind.
Versicherungen genau prüfen
Einige Zusatzversicherungen von Buchungsplattformen, häufig unter Bezeichnungen wie „Full Coverage“, funktionieren nach dem Erstattungsprinzip.
Im Schadensfall kann der Vermieter zunächst den Kunden belasten. Anschließend muss dieser bei der Plattform eine Erstattung beantragen, sofern der Schaden von der Versicherung gedeckt ist.
Eine solche Absicherung bedeutet daher nicht automatisch, dass bei der Abholung keine Kaution hinterlegt werden muss.
Grenzübertritte, Maut und Bußgelder
Offene Grenzen innerhalb Europas bedeuten nicht automatisch, dass jedes Mietfahrzeug in jedes Land gefahren werden darf.
Einige Vermieter verlangen Gebühren für Grenzübertritte, schließen bestimmte Länder aus oder beschränken Fahrten mit bestimmten Fahrzeugklassen.
Auch die Rückgabe in einem anderen Land kann hohe Einweggebühren verursachen.
Darüber hinaus sollten Reisende die jeweiligen Mautsysteme und Verkehrsbeschränkungen kennen. In Italien können beispielsweise unerlaubte Fahrten in verkehrsbeschränkte Zonen zu Bußgeldern führen. Zusätzlich kann der Vermieter eine Verwaltungsgebühr berechnen.
Zustand des Fahrzeugs dokumentieren
Bei Abholung und Rückgabe empfiehlt es sich, Räder, Stoßfänger, Türen, Dach, Windschutzscheibe und Innenraum zu fotografieren oder zu filmen.
Diese Dokumentation kann bei späteren Diskussionen über Schäden sehr hilfreich sein.
Wenn möglich, sollte der Kunde außerdem eine Bestätigung verlangen, dass das Fahrzeug ohne neue Schäden zurückgegeben wurde.
„Flughafen“ heißt nicht immer „im Terminal“
Auch die tatsächliche Lage der Station kann entscheidend sein.
Ein Angebot mit Bezeichnungen wie „Rome Fiumicino“, „Lisbon Airport“ oder „Riga Airport“ kann eine Station direkt im Terminal bezeichnen – oder einen Anbieter mehrere Kilometer entfernt, der nur mit einem Shuttle erreichbar ist.
Wer mit Kindern, älteren Menschen oder viel Gepäck reist, sollte diesen Punkt besonders beachten.
Auch die Öffnungszeiten sind wichtig. Kommt ein Flug kurz vor Geschäftsschluss an und verspätet sich, kann aus einem günstigen Angebot schnell ein großes Problem werden. Daher sollte dem Vermieter die Flugnummer mitgeteilt werden.
Entscheidend ist der Gesamtpreis
Nicht automatisch das günstigste Tagesangebot wählen.
Verglichen werden sollten Tagespreis, Kaution, Selbstbeteiligung, Versicherung, Kilometerregelung, Tankregelung, Zusatzfahrer, Grenzgebühren sowie Lage und Öffnungszeiten der Station.
Große Buchungsportale können bei der Suche und beim Preisvergleich sehr hilfreich sein. Vor der Buchung sollten jedoch immer die Bedingungen des tatsächlichen Vermieters gelesen werden.
Estradas.com.br gibt an, DiscoverCars seit vielen Jahren in verschiedenen Ländern zu nutzen, bislang ohne Probleme, und verwendet die Plattform auch als Recherche- und Vergleichsmöglichkeit.
Quelle: Estradas.com.br, Brasiliens größtes Portal mit Informationen, Tipps und Empfehlungen für Reisende, die mit dem Auto und auf der Straße unterwegs sind.





